Autor: Janosch Asen

  • McFIT Models – Innovative Anmeldestrecke

    McFIT Models – Innovative Anmeldestrecke für ein neues Geschäftsmodell

    Kontext

    Für McFIT Models sollte eine digitale Anmeldestrecke entwickelt werden, die weit über klassische Formulare hinausgeht. Ziel war es, Nutzer:innen durch einen Prozess zu führen, der sowohl funktional als auch motivierend ist – und dabei eine große Menge relevanter Informationen erfasst.


    Zentrales Problem

    • komplexe Anforderungen an Daten & Auswahl
    • hohe Abbruchgefahr bei langen Formularen
    • Notwendigkeit, Motivation und Klarheit zu verbinden

    Die Kernfrage:

    Wie kann ein Anmeldeprozess gleichzeitig informativ, motivierend und effizient sein?


    Mein Ansatz

    Ich habe eine WYSIWYG-basierte Anmeldestrecke konzipiert:

    • schrittweise, visuell unterstützte Eingaben
    • unmittelbares Feedback für Nutzer:innen
    • klare Sprache und nachvollziehbare Logik
    • UX-Konzeption jenseits klassischer Formularpattern

    Ergebnis

    • hohe Abschlussraten
    • positives Nutzerfeedback
    • Auszeichnung des Konzepts

    Erkenntnis

    Formulare sind Produkte.
    Wenn man sie als Erlebnis denkt, statt als Pflicht, lassen sich selbst komplexe Prozesse nutzerfreundlich gestalten.


  • Telefónica – Multichannel, Multibrand Migration

    Telefónica – Multichannel, Multibrand Migration

    Telefónica – UX-Konzeption in einem hochkomplexen Telekommunikations-Produktumfeld

    Kontext

    Telekommunikationsprodukte zählen zu den komplexesten digitalen Angeboten: Tarife, Optionen, Vertragslogiken, rechtliche Vorgaben, technische Abhängigkeiten und unterschiedliche Kundensegmente treffen hier aufeinander.

    Im Umfeld von Telefónica habe ich über einen längeren Zeitraum an der UX-Konzeption und strukturellen Weiterentwicklung digitaler Produkte und Touchpoints gearbeitet – eingebettet in bestehende Produkt-, Technik- und Organisationsstrukturen.


    Zentrales Problem

    Die Herausforderung lag weniger in einzelnen Screens, sondern im Gesamtsystem:

    • komplexe Tarif- und Produktlogiken
    • hohe regulatorische Anforderungen
    • viele Abhängigkeiten zwischen Backend, Frontend und Business
    • gewachsene Strukturen und Legacy-Entscheidungen
    • unterschiedliche Nutzergruppen mit sehr verschiedenen Bedürfnissen

    Die zentrale Frage war:

    Wie lassen sich hochkomplexe Produktlogiken so strukturieren, dass sie für Nutzer verständlich, für Teams beherrschbar und für das Business tragfähig bleiben?


    Mein Ansatz

    Ich habe als analytischer UX-Konzepter an der Schnittstelle von Produkt, Business und Technik gearbeitet:

    • Analyse bestehender Produkt- und Prozesslogiken
    • Strukturierung von User Flows über mehrere Touchpoints hinweg
    • Konzeption von Interaktions- und Entscheidungslogiken
    • enge Abstimmung mit Produktmanagement, Entwicklung und weiteren Stakeholdern
    • Übersetzung technischer und fachlicher Anforderungen in nachvollziehbare UX-Konzepte

    Der Fokus lag darauf, Komplexität sichtbar und steuerbar zu machen, statt sie zu verstecken.


    Ergebnis

    • klarere Nutzerführung trotz komplexer Produktlandschaft
    • besser verständliche Entscheidungswege für Kund:innen
    • belastbare konzeptionelle Grundlagen für Design und Umsetzung
    • Entlastung von Teams durch klar definierte Strukturen und Logiken

    Die Arbeit fand dabei unter realen Bedingungen statt: laufender Betrieb, hohe Anforderungen an Qualität und Konsistenz sowie enge Zeitpläne.


    Erkenntnis

    In der Telekommunikation ist UX kein „Layer“, sondern Produktarbeit.
    Gute UX entsteht dort, wo Produktlogik, Technik und Nutzerperspektive konsequent zusammengedacht werden – und Entscheidungen klar getroffen werden.

  • Charité Berlin

    Relaunch eines hochkomplexen digitalen Ökosystems

    Kontext

    Die Charité zählt zu den größten Universitätskliniken Europas. Der zentrale Webauftritt umfasst mehrere Klinik-Campusse, universitäre Einrichtungen, Dienstleistungen, Versorgungszentren, Forschungseinheiten sowie ein Intranet.
    Es existierten fast 200 Microsites von Instituten, Forschungsgruppen und Organisationseinheiten – historisch gewachsen, inhaltlich und technisch heterogen und strukturell kaum verbunden.

    Ziel war ein grundlegender Relaunch des zentralen Auftritts unter Einbezug der Stakeholder.

    Barrierearm, mit klarer Ordnung und Zukunftsfähigkeit.


    Zentrales Problem

    Das Hauptproblem war nicht Design oder Technik, sondern Struktur und Verantwortung:

    • extrem unterschiedliche Zielgruppen
      (Patient:innen, Studierende, Forschende, Mitarbeitende, Öffentlichkeit)
    • gewachsene Seitenstrukturen ohne einheitliche Logik
    • viele dezentrale Stakeholder mit eigenen Anforderungen
    • hohe inhaltliche und organisatorische Sensibilität

    Die zentrale Frage lautete:

    Wie lässt sich ein so komplexes System konsistent strukturieren, ohne es zu vereinfachen oder zu zentralisieren?


    Mein Ansatz

    Ich habe konzeptionell an der Klammer des Gesamtsystems gearbeitet:

    • Analyse der bestehenden Seitenlandschaft
    • Entwicklung einer übergeordneten Informationsarchitektur
    • Definition klarer Seitentypen, Rollen und Zuständigkeiten
    • Strukturierung der Beziehung zwischen zentralem Auftritt und Microsites
    • UX-Konzepte für Navigation, Einstiegspunkte und Nutzerführung
    • enge Abstimmung mit Redaktion, Technik und Organisationseinheiten

    Der Fokus lag darauf, Orientierung und Skalierbarkeit zu schaffen – nicht auf kurzfristige kosmetische Lösungen.


    Ergebnis

    • konsistente Grundstruktur für zentrale und dezentrale Inhalte
    • klare Navigations- und Einstiegskonzepte für unterschiedliche Zielgruppen
    • belastbare konzeptionelle Grundlage für Design, Entwicklung und Redaktion
    • ein System, das wachsen kann, ohne erneut unübersichtlich zu werden

    Erkenntnis

    In hochkomplexen Organisationen ist UX vor allem Strukturarbeit.
    Gute Lösungen entstehen dort nicht durch Vereinfachung, sondern durch klare Ordnungsprinzipien und nachvollziehbare Entscheidungen.